Offenbach, Mittwoch, den 07.01.2026

Sturmtief ELLI sorgt für einen Wetterkrimi

Das Winterwetter hat Deutschland zurzeit fest im Griff.

Bei frostigen Temperaturen liegt verbreitet eine zumindest dünne Schneedecke. Doch atlantische Tiefausläufer nehmen die Winterluft zum Ende der Woche vorübergehend in die Mangel. Dabei baut sich eine komplexe Grenzwetter- und Wettergefahrenlage auf.

Wetterkarte


Am heutigen Mittwoch sorgen Ausläufer von Tief CONSTANZE über der Nordsee bereits für leichte Niederschläge im Nordwesten und Westen, die bei winterlich kalten Temperaturen zunächst noch meist als Schnee fallen. Im Süden und Osten setzt sich das trockene und teils sonnige Winterwetter zunächst noch fort.

Am morgigen Donnerstag breiten sich die Niederschläge dann aber weiter aus, das klare Winterwetter zieht sich zur Oder und Neiße zurück. In den Südwesten gelangt dann schon etwas mildere Luft, sodass der Schnee bereits in Regen übergeht.

Spannend und turbulent wird es dann ab der Nacht zum Freitag und am Freitag tagsüber. Sturmtief ELLI übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi. Es zieht von West- auf direktem Wege nach Mitteleuropa. Im Norden und Osten wird mit teils stürmischem Ostwind weiter Kaltluft herangeführt, sodass die einsetzenden, kräftigen Niederschläge durchweg als Schnee fallen. Der kräftige Wind kann die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen. Im Süden und Westen wird mit einem ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind dagegen vorübergehend milde Atlantikluft eingesteuert, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Beim Übergang zu Regen besteht regional und vor allem im Südosten die Gefahr vor gefrierendem Regen und Glatteis, was ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen führen dürfte.

Am Samstag verlagert sich ELLI über Deutschland südostwärts. Rückseitig wird die Kaltluft wieder nach Süden geführt, sodass auch im Süden und Westen der Regen wieder in Schnee übergeht. Vor allem im Bergland können größere Neuschneemengen zusammenkommen und bei weiterhin teils böigem Wind stark verweht werden.

Deutschland 2. bis 4. Tag


Zum Sonntag setzt sich dann Zwischenhocheinfluss durch und das Wetter beruhigt sich langsam wieder. In teils klarer und windschwacher Nacht kann sich die Polarluft allerdings stark abkühlen. Gebietsweise stellt sich strenger Frost ein, im Mittelgebirgsraum sind über Schnee gar knapp -20 Grad denkbar.