Offenbach, Donnerstag, den 15.01.2026

Anfangs wechselhaft und mild, über das Wochenende zunehmender Hochdruckeinfluss, dann wieder etwas kühler.

Nach den Wetterkapriolen der vergangenen Tage stellt sich nun wieder ruhigeres Wetter in Deutschland ein.

Zwischen hohem Luftdruck über Westrussland respektive Osteuropa und tiefem Luftdruck auf dem Nordostatlantik liegt Deutschland in einer südwestlichen Strömung, mit der derzeit milde, teils sehr milde Luft zu uns gelangt. In diese Strömung eingebettet ist das Randtief "Iuliia", das heute über den Ärmelkanal hinweg zieht und morgen die Nordsee erreicht.


Wetterkarte


Insbesondere in der Nordwesthälfte ziehen am heutigen Donnerstag sowie am morgigen Freitag entsprechend dichtere Wolken durch, hier und da fällt etwas Regen. Zudem frischt der Wind in höheren Lagen sowie am Nordrand der Mittelgebirge stark bis stürmisch auf. Sonst zeigt sich zeitweise die Sonne und es bleibt trocken.

In der deutlich milderen Luft werden auch die letzten Schneereste in tieferen Lagen abtauen. Die Schneedecke zieht sich somit weiter ins Bergland zurück. Vielerorts werden 6 bis 12 Grad erreicht, am Oberrhein kann die Temperatur heute mit Sonnenunterstützung sogar auf 14 Grad ansteigen. Leichter Frost spielt in der kommenden Nacht lediglich im Süden eine Rolle, in der Nacht zum Samstag breitet er sich wieder in der gesamten Osthälfte aus. Die Glättesituation ist meist ebenfalls entspannt. Nur örtlich kann etwas Restnässe überfrieren, bei längeren klaren Verhältnissen kann auch Reifbildung möglich.

Über das Wochenende hinweg nimmt der Hochdruckeinfluss von Osten her zu. Dabei dreht die Strömung mehr und mehr auf Süd bis Südost. So gelangt dann über die Balkanhalbinsel und das Mittelmeer etwas trockenere und mäßig-kalte Kontinentalluft aus Osteuropa zu uns.

Entsprechend stellt sich in Deutschland ruhiges, teils trübes Wettergeschehen ein. Gebietsweise hält sich für längere Zeit hochnebelartige Bewölkung, in einigen Tallagen kann es auch wieder tagsüber weitgehend neblig-trüb bleiben. Am ehesten wird sich die Sonne in Hochlagen sowie am Nord- bis Nordwestrand der Mittelgebirge zeigen, wenngleich ein gewisser Eintrag an Saharastaub in höheren Luftschichten auch dort den Sonnenschein eintrüben kann. Dabei bleibt es weitgehend trocken, nur vereinzelt fällt etwas Sprühregen.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Die Temperatur geht allmählich zurück auf niedrige einstellige Werte, einzig am Niederrhein bleibt es noch etwas milder. In den Nächten muss dann wieder verbreitet mit leichtem bis mäßigem Frost gerechnet werden.

Durchaus erwähnenswert ist auch der in den östlichen Mittelgebirgen auffrischende Wind. Im Laufe des Wochenendes frischt in Ostsachsen der Böhmische Wind auf, der spätestens ab Montag auch mit stürmischen Böen oder sogar Sturmböen ins Vorland wehen kann.