So turbulent 2026 gestartet ist, so ruhig geht es aktuell und in den kommenden Tagen weiter.
Deutschland liegt derzeit etwas zwischen den Stühlen oder besser zwischen den Druckgebilden. Zu nennen wäre hier einerseits ein Tiefdruckkomplex über dem nahen Nordostatlantik. An dessen Ostflanke zieht Tief IULIIA (ja, mit drei "I") über die Nordsee hinweg nordostwärts nach Norwegen. Ihr Ausläufer bringt dem Westen und Nordwesten am heutigen Freitag etwas Niederschlag, wobei die Phase komplett unstrittig ist: flüssig, also Regen. Denn besagter Tiefdruckkomplex "schaufelt" mit südwestlicher Strömung sehr milde Luft in weite Teile Deutschlands. Vor allem in der Westhälfte sind heute verbreitet zweistellige Höchstwerte drin, was beim ein oder anderen sicherlich vorfrühlingshafte Gefühle wecken dürfte.
Über Osteuropa thront derweil Hoch CHRISTIAN, ein wirklich monumentaler Vertreter seiner Zunft. CHRISTIAN weitet seinen Einfluss auf Deutschland in den kommenden Tagen immer weiter aus und lenkt zudem vermehrt trockene Kontinentalluft aus Osten zu uns. Nennenswerte Niederschläge sind damit bis auf Weiteres nicht zu erwarten.
Zudem sinkt das Temperaturniveau im Laufe des Wochenendes wieder spürbar ab und passt sich der Jahreszeit an. Während sich die Höchstwerte am Wochenende von Osten her wieder zunehmend in einem Bereich zwischen 0 und 5 Grad einpendeln, versucht vor allem der Westen dieser Entwicklung so gut es geht entgegen zu wirken: Am Samstag reicht es dort noch für 12, am Sonntag immerhin noch für 8 Grad. Die Nächte werden wieder zunehmend frostig, in der neuen Woche steht bevorzugt in der Osthälfte erneut der mäßige Frost auf der Prognosekarte.
Wie es sich für eine Hochdrucklage im Winter gehört, werden am Wochenende viele Regionen mit zähem Nebel oder Hochnebel zu "kämpfen" haben. Daraus kann es vereinzelt auch mal etwas Sprühregen geben, sodass in den Nächten örtlich weiterhin mit Glätte gerechnet werden muss. Sonnenschein gibt es dabei zunächst vor allem in den Hochlagen, am Alpenrand und auf der windabgewandten, sprich Westseite der Mittelgebirge. Ab Sonntag nehmen die Sonnenanteile von Osten her dann aber allgemein langsam zu und in der neuen Woche darf man sich vielerorts über einiges an Sonnenschein freuen.
Nicht unerwähnt bleiben darf die Windentwicklung im sächsischen Bergland und dem angrenzenden Flachland. Dort baut sich ab heute der Böhmische Wind auf, der bis in die neue Woche hinein anhält und durchaus stürmisch auffrischen kann.

Auch wenn die Unsicherheiten ab Mitte nächster Woche wieder größer werden (vor allem was die Bewölkungsprognose angeht) stehen die Zeichen wohl weiterhin auf einer trockenen, ostwindgeprägten Witterung bei noch etwa zurückgehendem Temperaturniveau.