Noch scheint die Sonne in weiten Landesteilen ungehindert, im bayrischen Donautal und Umgebung muss sie den Nebel erst noch auflösen, dann bleibt es in der Südosthälfte Deutschlands ganztägig heiter.
Der heute von Nordwesten aufziehende und dem Nordmeer-Tief FRITAUN zugeordnete Tiefausläufer gewinnt anfangs schnell Raum, und liegt morgen früh bereits auf einer Diagonale quer durchs Land vom Bodensee bis Berlin.
Der Frontendurchgang geht - Erstens - einher mit im Westen teils ergiebigem Regen, insbesondere im Stau der Mittelgebirge um 25 l/qm.
Der Frontendurchgang geht - Zweitens - einher mit einem Rückgang der Temperaturen, während diese heute noch verbreitet zweistellige Werte erreichen, in der südöstlichen Landeshälfte bis 18 Grad, bleiben sie morgen ungefähr westlich besagter Linie Bodensee-Berlin mit 5 bis 9 Grad im einstelligen Bereich. Für die kommende Nacht geht das in den höheren Lagen der westlichen Mittelgebirge einher mit leichten Frost und Schneefall.
Der Frontendurchgang geht - Drittens - bis heute Nachmittag einher mit starken bis stürmischen Böen für weite Teile der nördlichen Landeshälfte, an der Nordsee und in den Berglagen auch Sturmböen, der Brocken setzt wie so oft mit orkanartigen Böen noch einen drauf.
Nach dieser Aufzählung muss reklamiert werden, dass sich die Front im weiteren Verlauf tatsächlich schwer tut mit besagtem Durchgang, sie kommt nur langsam voran und erst in der Nacht auf Montag ziehen die letzten Regenwolken im Südosten ab. Rückseitig klart es im Verlauf zeitweise auf, bevor in der Nacht auf Montag ein neuer Frontausläufer von Westen hereinzieht. Dieser versorgt bis Montagnachmittag weite Landesteile mit schauerartigem Regen, einzelne Graupelgewitter sind ebenfalls möglich, und der Wind frischt erneut auf.

Ab Dienstag zeichnet sich dann ein vorläufiges Ende dieser wechselhaften Wetterphase an, mit dominierendem Hochdruckeinfluss und Sonnenschein, zunehmender Milderung, und ausbleibendem Niederschlag.