Offenbach, Donnerstag, den 12.02.2026

Karnevalisten müssen tapfer sein

Die Tiefs TAMARA, ULRIKE (int. NILS) und Viviana (int. ORIANA) sowie ihre Spießgesellen haben kein großes Mitleid mit den Karnevalisten und bringen pünktlich zum am heutigen Donnerstag beginnenden Höhepunkt des Straßenkarnevals viele Wolken, Regen, Schnee und Wind.

Am morgigen Freitag liegen die Ausläufer von TAMARA quer über der Mitte Deutschlands und trennen kalte Luftmassen im Norden von deutlich milderer Luft südlich davon. Während im Norden die Temperaturen nur noch knapp über den Gefrierpunkt hinauskommen, sind im Süden zweistellige Höchsttemperaturen nicht unüblich. Dazu fällt von der Mitte bis in den Norden zeitweise Regen, je weiter es nördlich geht auch Schnee.


Wetterkarte


Am Samstag wandert die Luftmassengrenze allmählich in den Süden Deutschlands, womit die Temperaturen von Norden her sinken. Im Norden liegen sie folglich tagsüber nur noch um den Gefrierpunkt, im Süden werden aber noch 1 bis 7 Grad erreicht. Die Niederschläge in der Mitte ziehen sich allmählich in den Süden zurück und gehen dabei vermehrt in Schneefall über. So kann sich vor allem in der Nacht zum Sonntag im Süden bis ins Tiefland eine dünne weiße Pracht ausbilden, direkt an den Alpen kann diese auch etwas üppiger ausfallen. Nachts ist überall Frost zu erwarten.

Alle Karnevalsumzüge am Sonntag haben wohl das meiste Glück, da sich eine kleine Atempause von Dauertiefdruckeinfluss ergibt und Tamara und Co. uns eine kurze Pause gönnen. So bleibt es meist trocken und vereinzelt scheint die Sonne. Eine dicke Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe empfehlen sich bei einem Aufenthalt im Freien (sofern das mit dem Karnevalskostüm kompatibel ist), denn es werden nur noch -2 bis 5 Grad auf dem Thermometer angezeigt.

Am Rosenmontag, dem Tag mit den größten und meisten Umzügen, droht wieder Ungemach von einem neuen Tief bei den Britischen Inseln. Es schaufelt bereits in der Nacht zuvor Schneewolken ins Land, die am Montagmorgen gebietsweise etwas Schnee zum Teil bis in tiefe Lagen hinterlassen. So muss dann zunächst zu den Umzügen gerutscht werden, bevor mit milderer Luft der Schnee in Regen übergeht und noch eine weitere Rutschpartie durch Glatteis bevorstehen könnte. In den Karnevalshochburgen an Rhein und Main könnte sich die Lage bis zum Mittag aber mit weiterer Milderung schon entspannen. Gänzlich trocken bleibt es allerdings auch am Nachmittag wohl nicht. Immerhin ist vom gestern vorhergesagten teils kräftigen Wind nicht mehr viel übriggeblieben.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Am Veilchendienstag regnet und schneit es vor allem in der Mitte, wobei Schnee in höheren Lagen bzw. im Osten bis in tiefere Lagen fällt. Im Westen und Südwesten kommt dazu ein kräftiger Wind auf, es kann stürmische Böen bis ins Tiefland geben. Da auch an diesem Tag noch einige Umzüge stattfinden, stehen diese unter keinen guten Vorzeichen. Immerhin sind noch ein paar Tage Zeit - vielleicht hat das Wetter ja noch ein Einsehen.

Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei - aber nicht der Tiefdruckeinfluss. Der wird uns nachfolgend weiter beschäftigen, mit wechselnden Temperaturniveaus - (winterliche) Überraschungen nicht ausgeschlossen.