Die Wetterlage zeigt sich sehr beständig: Wie schon gestern auch, befinden wir uns heute und in den kommenden Tagen im Einflussbereich von Hoch CHRISTIAN mit Schwerpunkt über dem nahen Osteuropa.
Damit liegen wir also am Westrand dieses kräftigen Hochs in einer östlichen bis südöstlichen Strömung. Mit ihr wird weiterhin recht trockene Festlandsluft zu uns geführt.
Für viele Regionen Deutschlands erwartet uns heute ein freundlicher und sonnenscheinreicher Tag. Besonders von Brandenburg über Sachsen bis in den Osten Bayerns sind wenige oder sogar gar keine Wolken zu erwarten. Auch in anderen Teilen des Landes überwiegt der Sonnenschein - so vom Norden über die Mitte bis in den Süden. Im Westen allerdings -und auch in Teilen des Südens- ist es allerdings zu Beginn neblig und auch im Tagesverlauf setzt sich dort die Sonne nicht unbedingt durch - einige Regionen, besonders im Südwesten, bleiben unter einer Hochnebeldecke liegen.
Ein auffrischender Südostwind in Sachsen sowie in höheren Lagen Thüringens und dem östlichen Bayern beeinträchtigt jedoch ein wenig den Genuss der Sonnenstrahlen dort. Dieser kalte Wind weht nun schon seit einigen Tagen und zeigt sich sehr beständig, er erreicht jedoch am heutigen Tage seinen Höhepunkt und lässt dann zögerlich ab morgen nach. Im Voralpenland macht sich dagegen leichter Föhn bemerkbar.
Die zu uns einströmende Luft ist nicht nur trocken, sondern auch recht kalt. So liegen die Höchstwerte in weiten Teilen der Republik zwischen 1 und 4 Grad. Lediglich in höheren Lagen des Südens, im äußersten Westen und in windgeschützten Bereichen Thüringens und Sachsens klettert das Thermometer heute auf 5 bis 7 Grad. Am wärmsten wird es in höheren Lagen der Voralpen im Süden Bayerns - dank Föhn sind dort Höchstwerte um 10 Grad zu erwarten. Am kältesten bleibt es in sächsischen und ostbayerischen Hochlagen - dort wird mancherorts die 0-Grad-Marke nicht geknackt werden und es herrscht leichter Dauerfrost.
In der kommenden Nacht zeigen sich in der Mitte und im Westen gelegentlich Wolkenfelder, besonders im Südwesten, aber auch in Teilen Süd- und Westdeutschlands verstärkt sich erneut der Hochnebel bzw. bildet sich erneut Nebel. Bis morgen Früh geht die Temperatur im Norden, Westen und Südwesten auf -5 bis 1 Grad zurück, sonst tritt mäßiger Frost bis -8, in Teilen Bayerns auch strenger Frost bis -12 Grad auf.

Am morgigen Dienstag und auch am Mittwoch setzt sich das sonnenscheinreiche Wetter fort, allerdings halten sich tiefe Wolken bzw. Hochnebel im Südwesten. Es wird vielfach allmählich etwas kälter, insbesondere im Nordosten und auch in Bayern gibt es teils Dauerfrost, während in südwestlichen Hochlagen und im Westen die Höchstwerte 7 Grad erreichen. Der mäßige Frost nachts weitet sich auch weiter westwärts aus, in Bayern gibt es teils strengen Frost.
Ab Mittwoch wird es von Westen her wieder wolkiger, während der Osten weiterhin vom Hoch bezüglich Sonnenscheines profitiert. Möglicherweise kann es im Westen auch einige Tropfen geben, da es die eine oder andere schwächelnde Front oder deren Reste, die an ostatlantischen auf die Britischen Inseln zusteuernden Tiefdruckgebieten hängen, bis zu uns schaffen könnten. Nennenswerte Regenmengen kommen dabei aber nicht zusammen. An der See wird der Ostwind etwas auffrischen, nach derzeitigem Kenntnisstand muss verbreitet mit stürmischen Böen gerechnet werden. Die Osthälfte verbleibt im Zustrom kalter Luftmassen, besonders im Nordosten bleibt es bei Dauerfrost mit Höchstwerten um -3 Grad. Der mäßige Frost nachts wird in der Osthälfte andauern. Im Westen dagegen liegen die Höchstwerte bei 8 Grad und am Niederrhein bleibt es nachts frostfrei. Das über dem nahen Osteuropa liegende Hoch verlagert seinen Schwerpunkt nach Nordosten und damit weiter weg von Deutschland. Damit geraten wir mehr auf die

Vorderseite von westeuropäischen Sturmtiefs, was sich durch mehr Wolken und etwas Niederschlag im äußersten Westen äußern wird. Dieser kann zum Wochenende, sollte er nachts niedergehen, als Regen auf gefrorenen Boden fallen, womit dann eine Gefahr für Glatteis gegeben wäre. Hier gibt es allerdings noch Unsicherheiten in den Modellsimulationen.