Offenbach, Sonntag, den 20.08.2017

Zweiteilung

In den kommenden Tagen, die den Auftakt zur letzten Dekade des meteorologischen Sommers 2017 bilden, verstärkt das Azorenhoch NILÜFER seinen Einfluss auf Deutschland.

Es legt damit den Grundstein für ruhiges, freundliches und meist trockenes Wetter.


Wetterkarte


Allerdings: Das gilt nur für den Süden unseres Landes. Im Norden tut sich NILÜFER deutlich schwerer, wobei insbesondere das über Skandinavien liegende Tief KOLLE nicht weichen will. Es verlagert sich nur sehr zögerlich über Finnland und das Baltikum nach Russland, und speziell im Norden und Nordosten mischt es beim Wettergeschehen noch merklich mit.


Deutschland morgen


Dies äußert sich in Schauern und einzelnen Gewittern, die am morgigen Montag vor allem nordöstlich der Elbe noch anzutreffen sind. Das könnte z.B. Ostseeurlauber etwas grämen, ist dort doch das Schauer- und Gewitterrisiko mit am höchsten. Dabei steht morgen aber wohl bei den Wenigsten ein typischer Strand- und Badetag auf dem Programm, denn weder laden die Wassertemperaturen mit 18 Grad, noch die Höchsttemperaturen mit Werten um 20 Grad zum (Sonnen-)baden ein. Eher sind es Wanderungen oder Radtouren, bei denen Unterbrechungen durch ein paar Tropfen denkbar sind. Aber Bange machen gilt nicht. Schließlich zeigt sich zwischen den Schauern auch mal länger die Sonne, ein "trockener" Stadtbummel oder Strandspaziergang sind also allemal drin.


Trotzdem ist der Süden morgen der sonnigere Teil Deutschlands. Insbesondere südlich des Mains zeigt sich die Sonne bis zu 10 Stunden, dazu bleibt es dort trocken, da steht einer Outdoor-Tour allenfalls die hohe UV-Belastung im Wege und im Gepäck sollte sich dem entsprechend ausreichend Sonnencreme befinden.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Am Dienstag gleichen sich die Verhältnisse zwischen Nord und Süd bezüglich des Niederschlages etwas an. Im Süden ist es weiterhin trocken, aber im Norden lässt die Schauerneigung nach, nur noch ganz vereinzelt fallen ein paar Tropfen. Dafür braucht es allerdings Wolken, und die sind im Norden und speziell im Nordosten immer noch deutlich reichlicher vorhanden als im Süden. Damit bleibt der Süden der von der Sonne bevorzugte Teil Deutschlands, wieder sind es bis zu 10 Sonnenstunden, aber auch Teile des Westen und die Gebiete an der Nordsee profitieren von längeren sonnigen Abschnitten und bringen es auf etwa 7 bis 8 Stunden Sonne, was 50%-60% des aktuell astronomisch möglichen entspricht. Während die Sonne im Süden die Temperaturen damit auf Werte von bis zu 27 Grad am Oberrhein treibt, liegen die Top-Werte an der Küste meist knapp unter 20 Grad. Das gute Wetter trifft aber insofern die "Richtigen", als Bayern und Baden-Württemberg noch Sommerferien haben und für einige Erholung suchende Schüler ein Tag im Schwimmbad oder am Badesee eingeplant werden kann.

Am Mittwoch steigen die Temperaturen dann am Hochrhein auf bis zu 30 Grad, was manch einem schon wieder zu warm sein dürfte. An der Ostsee dagegen nur etwa 20 Grad, aber nochmals weniger Schauer, so dass die Formulierung "weitgehend trocken" absolut gerechtfertigt ist. Zum Ausgleich auch ein paar Schauer und Gewitter im Süden, speziell an den Alpen, und auch die Sonnenscheindauern zeigen sich etwas gerechter verteilt.