Offenbach, Montag, den 15.10.2018

Hartnäckiger VIKTOR

Hoch Viktor ist ein zäher Geselle. Schon seit einigen Tagen dominiert das über Osteuropa liegende Druckgebilde das Wetter in Deutschland.

Und wird dies auch bis zur Mitte der heute beginnenden Woche noch tun. Das bedeutet für große Teile Deutschlands sonniges Wetter und für die Jahreszeit deutlich zu milde Temperaturen. Klartext gefällig? Heute Maxima bis zu 27 Grad, morgen bis zu 25 Grad, und am Mittwoch um 23 Grad. Klar, diese Werte werden nicht überall erreicht, aber verbreitet 20 bis 25 Grad in ganz Deutschland sind in der zweiten Oktoberhälfte, in die wir uns aktuell bewegen, schon eine Ansage. Und das gilt auch dann, wenn es im Vergleich zu den Rekorden der letzten Tage damit schon wieder etwas zurückgeht mit den Temperaturen.

Wetterkarte


Neben den Temperaturen sind natürlich die (nicht vorhandenen) Regenfälle ein großes Thema. Und diesbezüglich ist ebenfalls keine durchgreifende Änderung - sprich kräftige Regenfälle - zu erwarten. In den Nordwesten, am weitesten von VIKTOR entfernt, schieben sich ein paar dichtere Wolken und in der Folge kann es dort auch mal ein paar Tropfen Regen geben. Und dann ist da am morgigen Dienstag und am Mittwoch noch die Chance, dass es in der Mitte mal einen Schauer oder ein kurzes Gewitter gibt. Chance deshalb, weil man Regen aktuell wohl eindeutig positiv sehen muss, Chance andererseits, weil das mit den Schauern und Gewittern leider noch nicht sicher ist. Einige Vorhersagemodelle sagen sie voraus, andere sind diesbezüglich pessimistischer. Und selbst wenn sie kommen würden: Sie bringen nur lokal eine Linderung der anhaltenden Dürre, und in weiten Teilen unseres Landes wird bis Mittwoch wiederum kein Tropfen fallen.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Sieht das in der zweiten Wochenhälfte besser aus? Nun, immerhin begibt sich VIKTOR auf eine Reise gen Osten, er zieht sich sozusagen auf seinen Altersruhesitz in Sibirien zurück. Das gibt Tiefs und Tiefausläufern zumindest vorübergehend mal die Möglichkeit, sich in Deutschland blicken zu lassen. Sturmtief PETRA, aktuell über dem Nordatlantik zu finden und auf dem Weg zum Nordmeer, kann ihre Kaltfront am Donnerstag von Norden her nach Deutschland schieben. Diese bringt ein paar dichtere Wolken, sie bringt auch etwas niedrigere Temperaturen - was sie nicht bringt ist ausgiebigen Regen. Vielmehr erweist sich Petras Kaltfront als nur wenig wetteraktiv, und somit bringt sich auch nicht viel erfrischendes Nass. Dazu gilt, dass das Kaltfrontintermezzo nur von kurzer Dauer ist. Schon am Freitag macht sich über der Nordsee ein neues Hoch breit, ein Ableger eines kräftigen Azorenhochs, und dieses wird dann das Wetter am kommenden Wochenende bestimmen, mit viel Sonne und weitgehend trocken - so
sehen dies zumindest aktuell die Vorhersagemodelle.