Offenbach, Dienstag, den 09.08.2022

Hundstage bringen Hitze und Trockenheit

Hoch Oskar bleibt weiterhin stabil über dem nördlichen Mitteleuropa liegen und beschert uns sommerliche warme bis heiße Tage.

Warme Tage sind typisch für den aktuellen Zeitraum. Denn derzeit erleben wir die sogenannten Hundstage, die für gewöhnlich die wärmsten Tage des Jahres sind. Gemeint ist die Periode vom 23. Juli, bis zum 23. August. Der Begriff Hundstage stammt von den alten Römern. Sie beschreiben den Zeitraum, in dem das Sternbild des Großen Hundes am Morgen aufgeht.


Wetterkarte


Dann ist auch der Hauptstern des Sternbildes namens Sirius, auch Hundsstern genannt, in der Morgendämmerung zu sehen. Sirius ist der hellste Fixstern am Nachthimmel. Die alten Römer bezeichneten dies als die "Tage des Hundes", die zufällig mit den heißesten Tagen des Sommers zusammenfallen. In der heutigen Zeit geht Sirius erst Anfang September auf und läutet eher den Herbst ein. Da auch heutzutage zur Zeit der Hundstage oft eine warme Witterung vorherrscht, hat sich die Bezeichnung für die heißesten Tage des Jahres bis heute gehalten. So trifft diese Wettersingularität wohl auch in diesem Jahr ein, auch wenn es diesmal nicht ganz die
heißesten Tage dieses Jahres werden.


Deutschland morgen


Untypisch ist jedoch die diesjährige Trockenheit. Für gewöhnlich haben wir bei den Hundstagen öfter eine südwestliche Strömung bei der auch häufiger mal feuchte subtropische Luftmassen herangeführt werden, in der es zu Schauern und Gewittern kommt. In diesem Jahr sind die Hochdruckgebiet ungewöhnlich kräftig und setzen sich immer wieder über Mitteleuropa fest. Dabei wird häufig sehr trockne nordafrikanische Luft herangeführt, in der es kaum zu Gewittern kommt. So bringen auch die seltenen Kaltfrontdurchgänge kaum Niederschlag, da diese trocken-heiße Luft durch ebenfalls trockene Subpolarluft kurzzeitig ersetzt wird.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Bis Freitag ist erstmal kein nennenswerter Regen zu erwarten. Zum Wochenende zieht dann ein Höhentief nach Süddeutschland. Ab dann nimmt die Schauer- und Gewitterneigung voraussichtlich allmählich zu.