Offenbach, Montag, den 17.06.2019

Die Hitze-Ruhe vor dem nächsten Gewitteransturm!

Das Wetter in Deutschland wird derzeit von Hoch "Tale" mit Zentrum im Bereich der Ostsee bestimmt.

Weitere Teile des Landes liegen demnach unter absinkender Luft aus der Höhe, die dafür sorgt, dass sich die Wolken verbreitet auflösen und die Sonne freie Bahn hat. Umso weiter man sich vom Hochzentrum entfernt, desto schwächer ist jedoch diese Absinkbewegung. Da gleichzeitig aufsteigende Luftbewegungen aufgrund der Erwärmung bodennaher Schichten durch die Sonneneinstrahlung entgegenwirken, kann es im äußersten Westen sowie im Alpenraum - auch mit Unterstützung der Berge - jedoch zu Quellwolken und inneralpin auch zu einzelnen Gewittern kommen.


Wetterkarte


Da Deutschland weitgehend auf der Westseite des Hochs zu finden ist, kann von Süden her zudem sehr warme bis heiße Mittelmeerluft ins Land vordringen und die Höchstwerte in den kommenden Tagen vielerorts über die 30-Grad-Marke steigen lassen.


Deutschland morgen


Am Dienstag verlagert sich das Hoch aber schon wieder nach Osten und ankert über dem Baltikum. Somit schwindet auch der Einfluss auf das Wetter in Deutschland langsam, was sich vor allem im Westen bzw. Nordwesten sowie im Süden bemerkbar macht. Dort können bei tieferem Luftdruck die Wolken in die Höhe schießen und erste Schauer und Gewitter bringen. Aufgrund der doch eher schwachen Verlagerungsgeschwindigkeit sind rasch auch wieder Starkregen und Hagel ein Thema, auch unwetterartige Gewitterentwicklungen können am Dienstag lokal nicht ausgeschlossen werden.

Am Mittwoch ist es dann nahezu landesweit wieder vorbei mit dem sonnigen und trocken-heißen Sommerwetter. Das Schönwetterhoch "Tale" hat sich bis dahin schon nach Westrussland verabschiedet und den mitteleuropäischen Raum für nachstoßende Tiefs freigegeben. Für Deutschland steht dabei ein kleines Tief über dem Ärmelkanal im Fokus, dessen Fronten Deutschland allmählich überqueren und von Westen her wieder für eine Abkühlung sorgen. Ein Luftmassenwechsel mit größeren Temperaturunterschieden läuft oftmals aber nicht ohne Trubel ab. Kräftige Gewitter ziehen über das Land oder entwickeln sich neu. Dabei ist das Unwetterpotential durch heftigen Starkregen und größeren Hagel ebenfalls wieder deutlich erhöht.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Auch die Tage von Donnerstag bis Sonntag zeigen sich eher von ihrer gewittrigen Seite. Ein stabiles hochreichendes Sommerhoch kann sich zunächst nicht über Mitteleuropa festsetzen. Ein neuer Versuch, um das Wetter in Deutschland nachhaltig zu beeinflussen, startet der hohe Luftdruck nach derzeitigen Berechnungen erst zur neuen Woche wieder.