Offenbach, Freitag, den 28.02.2020

Vom Winterintermezzo in den Frühling

Das Winterintermezzo, das uns am gestrigen Donnerstagnachmittag Tief BIANCA bescherte, wird nur von kurzer Dauer sein.

BIANCA ist bereits nach Osteuropa abgezogen und nun steht schon das nächste Tief mit dem Namen CHARLOTTE in den Startlöchern. Während uns BIANCA vorübergehend den Winter zurück brachte, schickt uns CARLOTTE nun den Frühling vorbei. Bereits am heutigen Freitagabend erreicht uns im Westen die Warmfront von CHARLOTTE. Hinter ihr strömt sehr milde Luft nach Deutschland. Die Warmfront ist mit Niederschlägen verbunden, die am Abend und in der kommenden Nacht von West nach Ost durchziehen.

Wetterkarte


Anfangs fällt in den Mittelgebirgen noch Schnee und sorgt für örtliche Glätte durch Schneematsch, die Schneefallgrenze steigt aber rasch bis in die Gipfellagen, sodass sie dem gefallenen Schnee recht rasch den Garaus macht. Zuvor kann es im Südosten von Deutschland nochmals bis in den leichten Frostbereich abkühlen, wodurch dort am Morgen vorübergehendes Glatteis nicht ausgeschlossen werden kann, wenn der Niederschlag auf den kalten Boden fällt.


Deutschland morgen


Die eingeflossene Warmluft macht sich am morgigen Samstag vor allem bei den Temperaturen bemerkbar. Sie klettern morgen tagsüber auf frühlingshafte 10 bis 17 Grad, wobei es am leicht föhnigen Alpenrand, am Oberrhein und nördlich der Schwäbischen Alb am mildesten wird. Allerdings gestaltet sich das Wetter noch unbeständig. Am Vormittag braucht man vor allem im Norden und Nordosten sowie im Südosten den Regenschirm, ab dem Nachmittag wird es auch im Westen wieder nass. Dann folgt nämlich die Kaltfront von CHARLOTTE, die uns kräftigen schauerartigen Regen bringt. Möglicherweise kann es auch mal blitzen und donnern. Die Schauer gehen mit kräftigen Böen einher, kurzzeitig kann es bis in die Niederungen Sturmböen geben.

Die Kaltfront macht aber ihrem Namen nicht wirklich Ehre. Auch am Sonntag, den meteorologischen Frühlingsanfang, bleibt uns die milde Luft erhalten. Anders als am Vortag scheint dann auch öfter mal die Sonne, sodass einem Sonntagsspaziergang wettertechnisch nichts im Wege steht. Schon am Abend und in der Nacht zum Montag setzten allerdings von Westen her erneut Regenfälle ein.


Deutschland 2. bis 4. Tag


In der kommenden Woche erwartet uns erneut unbeständiges Wetter. Tiefs mit ihren Regenfronten wechseln sich mit Zwischenhochs ab, die uns längere trockene Abschnitte bringen können. Die Temperaturen gehen wieder in den einstelligen Bereich zurück, Schnee fällt aber nur im Bergland. Ein neuerlicher Winterrückfall ist genauso wenig zu erwarten wie ein beständiges Hochdruckgebiet mit frühlingshaften Temperaturen.