Offenbach, Donnerstag, den 26.05.2022

Tag für Tag etwas kühler. Nächste Woche wieder sommerlich?

Derzeit befinden wir uns in Deutschland zwischen einem Azorenhoch, das sich langsam Richtung Britische Inseln verlagert, und einem Tiefdruckkomplex namens HANNAH über Nordeuropa.

abei überquert uns heute HANNAHs Ausläufer südostwärts, der allerdings außer einigen Wolken und einzelnen kurzen Schauern in der Nordhälfte nichts weiter im Programm hat. So bekommt also auch die Sonne ihre Einsatzzeit am Himmel, die südlich der Donau (vor dem Ausläufer) und im Norden (hinter dem Ausläufer) am längsten ausfällt. Dazu sorgt HANNAH in der Nordosthälfte auch für ordentlich (West-) Wind. Um bei einer vielleicht geplanten Radtour am heutigen Feiertag nicht zu sehr in die Pedale treten zu müssen, wäre eine von West nach Ost verlaufende Route empfehlenswert sowie eine Rückkehr erst gegen Abend. Denn dann macht der Wind wieder Feierabend.


Wetterkarte


Während HANNAH allmählich Richtung Fennoskandien zieht, wo sie es sich ab dem morgigen Freitag häuslich einrichtet, rauscht heute Abend bereits Tief INGE an. Von Schottland kommend zieht INGE heute Nacht über Dänemark hinweg und erreicht am morgigen Freitag das Baltikum. INGEs Ausläufer zeigt sich dabei etwas wetteraktiver als der von HANNAH und bringt heute Nacht der Nordhälfte Regen, von dem der Süden morgen aber kaum noch was abbekommt. Während es im Süden morgen bei im Tagesverlauf wieder zunehmenden Sonnenanteilen also trocken bleibt, stellt sich vor allem in der Nordosthälfte windiges bis stürmisches Schauerwetter ein.



Unbeständig mit Schauern und einzelnen Gewittern sieht auch das Wochenende aus, wobei der Samstag bevorzugt in der Nordosthälfte noch einmal sehr windig ausfallen wird. Der Süden ist dabei tendenziell eher auf der "Sonnenseite", sprich die Sonnenanteile sind dort an beiden Tagen höher und das Schauerrisiko geringer als im großen Rest des Landes.


Deutschland morgen


Dazu wird es - wie im Titel schon verraten wurde - von Tag zu Tag etwas kühler. Denn unser ehemaliges Azorenhoch, das am Freitag zu den Britischen Inseln verlagert, streckt sich am Wochenende von dort bis nach Grönland aus, während der Tiefdruckkomplex um HANNAH weiterhin über Fennoskandien (zum Teil auch über Nordwestrussland) weilt. Damit dreht die Strömung von Nordwest allmählich auf Nord, sodass sich recht kühle Luft in Deutschland breit machen kann.

Sind es am heutigen Feiertag in der Spitze noch oftmals um oder knapp über 20 Grad, wird die 20-Grad-Marke morgen wohl nur noch im Süden und Südwesten geknackt und am Samstag voraussichtlich überhaupt nicht mehr. Im Norden schafft man es am Samstag wohl sogar nur noch mit Müh' und Not über die 15 Grad, am Sonntag wird das wahrscheinlich sogar für weite Teile des Landes gelten. Selbst am wärmeverwöhnten Oberrhein dürfte es nur noch für 17 oder allerhöchstens 18 Grad reichen. Die Wochenendnächte, aber auch diejenigen Anfang nächster Woche, werden dazu zum Teil ziemlich kalt. Über der Mitte und dem Süden sind Tiefstwerte unter 5 Grad zu erwarten, was vor allem in den Mittelgebirgen lokal zu Frost in Bodennähe führen dürfte.


Deutschland 2. bis 4. Tag


Nach aktuellem Stand geht es im Laufe der nächsten Woche wieder bergauf in Sachen Temperatur. Ab Wochenmitte könnte es zumindest im Süden auch wieder sommerlich mit Höchstwerten über 25 Grad werden. Mal sehen...