Am morgigen Sonntag ist der 01. Februar. Der Februar ist heutzutage der zweite Monat des Jahres. Im römischen Kalender war er der letzte Monat des Jahres, weshalb notwendige Schalttage an diesen Monat angehängt wurden. Verschiedene Kalenderreformen verschoben den Februar zwar von der letzten auf die zweite Position im Jahr, das Anhängen der Schalttage an den Februar wurde aber beibehalten. Mit normalerweise 28 Tagen ist der Februar der kürzeste Monat des Jahres, alle anderen Monate haben 30 oder 31 Tage. Durch das Anhängen der Schalttage haben wir alle vier Jahre einen 29. Februar, das nächste Mal wieder im Jahr 2028.
Der Februar wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februar benannt. Der alte deutsche Name für den Februar ist Hornung, weil der Rothirsch zu dieser Zeit sein Geweih abwirft, das dann innerhalb weniger Monate wieder nachwächst. Weitere früher gebräuchliche Namen lauten Schmelz- oder Taumond.
Für alle Narren und Närrinnen gehört der Februar zu den wichtigsten Monaten des Jahres. In sehr vielen Jahren sind die Haupttage von Fas(t)nacht, Fasching oder Karneval in diesem Monat zu finden. Ob die närrischen Feierlichkeiten im Februar oder im März begangen werden, hängt davon ab, wann Ostern ist, dessen Terminierung wiederum vom ersten Frühlingsmond abhängt. In diesem Jahr ist beispielsweise die Weiberfastnacht am 12. Februar und Rosenmontag am 16. Februar. Am Aschermittwoch, den 18. Februar, ist dann alles wieder vorbei und die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern beginnt. Ob das Wetter in diesem Jahr allen Narren und Närrinnen wohlgesonnen ist oder ob es sich von seiner närrischen Seite zeigen wird, muss noch etwas abgewartet werden.
Wettertechnisch kann sich der Februar auf der einen Seite recht winterlich präsentieren, vorfrühlingshafte Phasen sind aber ebenso möglich. Auch die Tage werden wieder merklich länger. Während die Tageslichtdauer beispielsweise für Frankfurt am Main im Januar um etwa eine Stunde und sieben Minuten zunimmt, verlängert sich diese im Februar bereits um etwa eine Stunde und 35 Minuten. Im März liegt die Zunahme dann schon fast bei zwei Stunden.
Um nun beim Wetter zu bleiben: Welches Wetter ist zum Monatswechsel zu erwarten? Zusammengefasst: Zunächst ändert sich erst einmal wenig. Hoch DANIEL mit Schwerpunkt Fennoskandien bestimmt momentan das Wettergeschehen in erster Linie im Norden und Nordosten Deutschlands. Indirekt beeinflusst es aber auch den Westen Deutschlands, dergestalt, dass durch DANIEL das Vorankommen atlantischer Tiefausläufer blockiert wird und diese allenfalls in abgeschwächter Form Mitteleuropa erreichen.
Die Tiefausläufer lenken dabei milde und feuchte Meeresluft in den Westen und Süden Deutschlands, während in den Norden und Osten kalte Festlandsluft einfließt. Dadurch ergeben sich ganz ohne ausgeprägte Luftmassengrenze starke Temperaturgegensätze in Deutschland. So verharrt der Nordosten am heutigen Samstag bei Höchstwerten zwischen -4 und 0 Grad im Dauerfrost, am Rhein werden hingegen bis zu 9 Grad erreicht. Diese Temperaturgegensätze verstärken sich in den kommenden Tagen noch etwas. Insbesondere an den Küsten fühlen sich die Temperaturen noch deutlich kälter an, denn dort weht ein strammer Ost- bis Südostwind, der zeitweise stürmisch aufleben kann.
Daneben ist der Himmel an diesem Wochenende vielfach bedeckt, gebietsweise kann die Bewölkung aber auch auflockern und die Sonne kommt vorübergehend zum Vorschein. Dies ist insbesondere am heutigen Samstag am Alpenrand der Fall. Hier und da fällt etwas Regen, der insbesondere im Nordwesten, vereinzelt aber auch andernorts, teils gefrierend sein kann. Dann ist stellenweise mit Glatteis zu rechnen.
In der Nacht zum Sonntag wird es verbreitet frostig, nur am Rhein und westlich davon bleibt es meist frostfrei. In Vorpommern hingegen gehen die Temperaturen sogar auf Werte um -10 Grad zurück.
Am morgigen Sonntag sind am Rhein erneut Höchstwerte von bis zu 9, lokal auch 10 Grad möglich. Im Nordosten werden gerade einmal Höchstwerte zwischen -8 und -5 Grad erreicht. In der Nacht zum Montag ist in Vorpommern und in der Uckermark strenger Nachtfrost zu erwarten.
Am Montag gehen die Temperaturen dann noch ein klein wenig zurück und liegen tagsüber zwischen -9 Grad im Nordosten und 8 Grad am Rhein. Die Sonne zeigt sich immerhin wieder häufiger, insbesondere in Vorpommern und an den Alpen ist es auch längere Zeit sonnig.
In der Nacht zum Dienstag liegen die Tiefstwerte zwischen -14 Grad im Nordosten und 0 Grad im Westen, am Rhein bleibt es nur noch örtlich knapp frostfrei. Von Südwesten kommen jedoch neue Niederschläge auf, die nach aktuellem Modellstand als gefrierender Regen fallen. Im morgendlichen Berufsverkehr wäre in diesen Regionen dann auf jeden Fall Vorsicht geboten.