Offenbach, Mittwoch, den 18.01.2017

Winterliche Hochdruckwetterlage

Die Wetterlage hat sich erneut umgestellt. <&teaser>

Über dem nördlichen Mitteleuropa hat sich ein Hochdruckgebiet namens BRIGITTA festgesetzt, wodurch die eingeflossene polare Kontinentalluft zur Ruhe kommt. Das Hochdruckwetter erinnert etwas an die vorherrschende Wetterlage im Dezember 2016, nur mit dem Unterschied, dass es diesmal trotz Erwärmung in der Höhe in Bodennähe insgesamt kälter bleibt, denn die Strahlungsbilanz ist immer noch negativ.

Wetterkarte


Das heißt, dass die Auskühlung nachts stärker ist als die Erwärmung tagsüber durch die Sonne. Des Weiteren liegt vielerorts Schnee, der tagsüber die Erwärmung bremst, da die Sonnenstrahlen zu einem Großteil reflektiert werden. Nachts sorgt die Schneedecke zusätzlich noch für eine stärkere Auskühlung. Die Kaltluft wird also in den bodennahen Luftschichten vor Ort produziert.


So erwartet uns bis über das Wochenende hinaus in tiefen Lagen teils sonniges, teils neblig-trübes Wetter mit tagsüber immer noch meist frostigen Temperaturen, vor allem in der Südosthälfte.

In den übrigen Gebieten steigen sie tagsüber durchaus schon mal wieder in den leichten Plusbereich. Im Norden bleibt es trotz Hochdruckeinfluss meist trüb mit zeitweiligem Sprühregen, da dort ständig feuchte Nordseeluft einfließt. In dieser erwärmt sich die Luft erst nur in einer Höhe von etwa 500 - 1000 m auf Temperaturen von 0 bis +3 Grad. Im gesamten nördlichen Binnenland herrscht aber in den untersten Luftschichten zunächst noch Frost. Nach anfänglicher Phase mit Schneegriesel wird ab den Abendstunden dann daraus immer mehr Sprühregen, der dort am Boden zu gefährlichem Glatteis gefriert.

Im höheren Bergland und in den Alpen gibt es in den nächsten Tagen häufig Sonne bei leicht ansteigenden Temperaturen (Inversion). Tauwetter ist aber auch dort zunächst nicht zu erwarten.


Diese niederschlagsarme Hochdruckwetterlage erweist sich, wie auch schon im Dezember, als ziemlich stabil.

Ob sich dann zum Ende des Vorhersagezeitraums im Laufe der nächsten Woche eine Westwetterlage durchsetzt, die milde und feuchte Atlantikluft heranführt und für Tauwetter bis in die Gipfellagen sorgt, oder ob sich die Hochdrucklage weiter fortsetzt, ist derzeit noch nicht sicher. Ein erneuter Wintereinbruch mit viel Schnee bis in tiefe Lagen ist aber erst einmal unwahrscheinlich.